Anmerkungen zum aktuellen Adipositas-Bericht des Wiener Programmes für Frauengesundheit

Quelle: „Wiener Programm für Frauengesundheit“

Quelle: „Wiener Programm für Frauengesundheit“

geschrieben von Anita Drexler

Das Wiener Programm für Frauengesundheit, gefördert durch die Stadt Wien ist eigentlich eine gute Sache. Seit dem Jahr 1998 nimmt man sich dort frauenspezifischer Gesundheitsthemen von Brustkrebs bis hin zum Umgang mit Gewalterfahrungen an und setzt sich sowohl mit der wissenschaftlichen Erschließung als auch der Wissensvermittlung in diesem Kontext auseinander. In der Vergangenheit sind mir die dort veröffentlichten Materialien durch eine analytische Herangehensweise und einen weitgehend ausgewogenen Umgangston positiv aufgefallen. Einen Grund mehr, einen Blick auf den aktuellen Adipositas-Bericht zu werfen der im Jänner 2016 veröffentlicht wurde. Weiterlesen

Promoting a body size?

„Promoting a body size is what got us into this mess in the first place. I think that being thin might be the most aggressively promoted idea of my lifetime and while it hasn’t made everyone thin (in fact if you believe the statistics the majority of people are not thin), it has insidiously created a second class of citizens.  The (completely wrong) idea that the only path to health dead ends at a thin body has led to the mistaken belief that every fat person hates their body and wants to be thin and has put their entire life on hold, vowing not to be successful at anything unless and until they can be successful at weight loss.  And as soon as someone shows a fat person who doesn’t fit neatly into the story of  body hatred and weight loss goals above all else, they get shouted down and pulled out of view based on the ridiculous notion that they are ‘promoting obesity’.“

Ragen Chastain

Menschenwürdige Darstellung

„Wieso machst du hier überhaupt Werbung für’s Dicksein und stellst das in einem positiven Licht dar? Kein einziger dicker Blogger möchte andere Menschen dazu animieren zuzunehmen. Niemand möchte seine Leser dazu verführen jetzt auch dick zu werden. Wo wäre da auch der Nutzen? Eine positive Selbstdarstellung von dicken Menschen in größeren Rahmen ist längst überfällig. Wobei positiv trifft es da auch nicht ganz. Eine Darstellung die nicht auf Vorurteilen, Klischees, Stigma und diskriminierendem Schwachsinn basiert trifft es eher. Wir müssen davon weg kommen Dicke entweder als bedauernswerte Trauerkloße oder als lustige Spaß-Wuchtbrummen darzustellen. Wir sind normale Menschen und verdienen dieselbe Behandlung wie alle anderen Menschen auch!Wenn die bloße Darstellung als Mensch, der Spaß an Mode, am Leben, am Essen hat und der mit sich im Reinen ist, schon solche Gedanken hervorruft, dann läuft irgendwas grundlegend falsch!“

Alex. 34.

Dicke Kleidung: Amateur Fashion

geschrieben von Anita Drexler

Amateur Fashion ist eines jener jungen, unabhängigen Modelabels mit Geschäft, wie man sie heute in Österreichs größeren Städten immer öfter findet. Meistens haben Ausflüge in solche Läden für mich ernüchternd geendet. Da die Geschäfte plus Werkstätten oft von Einzelpersonen oder kleinen Kollektiven geführt werden und man dort qualitativ hochwertige Stücke und innovative Designs zum leistbaren Preis anbieten möchte, werden nicht selten nur wenige Größen geführt – das Angebot endet oft schon bei Kleidergröße 42.

Amateur Fashion ist anders. Der Laden liegt am Anfang der Reindorfgasse im 15. Wiener Gemeindebezirk und ist ein Kollektiv aus Café, Fahrradgeschäft und Modegeschäft, wobei letzteres gefühlt den Großteil der Ladenfläche ausfüllt. Weiterlesen