Zeit ist wertvoll

„Zeit ist sehr wertvoll und viel zu wertvoll um sie an Menschen zu verschwenden, die einen immer nur anders haben wollen als mensch ist. Seid mir das bewusst wurde habe ich mich von Menschen getrennt, die mich nicht unterstützt und angenommen haben wie ich war. Mein Dicksein/Fettsein war für sie immer ein Problem – in ihren Augen disqualifizierte es mich. Immer tarnten sie ihre Vorurteile unter dem Deckmantel der Gesundheit wie es heute sooft passiert. Es gab mir immer das Gefühl nicht ganz dazuzugehören, nicht ganz angenommen zu werden und vorallem auch nicht ganz gesehen zu werden. Also ein Tipp falls Du deine dicken/fetten Freunde nicht kränken, verletzen, abwerten oder gar verlieren willst – hör auf sie verbiegen zu wollen nur weil du dir so große Sorgen um ihre Gesundheit machst.“

Mitglied der ARGE Dicke Weiber

Das Leben genießen!

Momentaufnahme 6 (14.12.2015 10-47)

ARGE Dicke Weiber

Keine Beschränkungen mehr!

„Die Rollen, die wir einnehmen, dürfen uns nicht länger beschränken und überfordern. So darf zum Beispiel: eine gute Mutter sein nicht zur Ausbeutung meines Körpers führen – zu Schuldzuweisungen wenn mein Körper müde und erschöpft ist, wenn er nach einem anstrengenden Tag nicht noch zum Spielplatz gehen möchte. Oder auch eine gute Freundin sein darf nicht heißen: Schuldgefühle zu bekommen, wenn man mal einen geplanten Besuch absagen muss um sich auszuruhen. Wir gönnen unseren lebenswichtigen Körpern oft nicht genug Ruhe und Erholung – weil wir glauben etwas tun zu müssen um unsere Rollen auch ja gut erfüllen zu können. Wir gestehen uns nicht zu krank zu sein, müde oder erschöpft zu sein, denn wir müssen dieses und jenes tun damit wir unsere Pflichten anderen gegenüber erfüllen und sie nicht von uns enttäuscht sind, damit wir den Anforderungen an uns auch gerecht werden können. Und wir schämen uns viel zu sehr dafür uns einzugestehen, dass wir eben nicht mehr können – das wir müde sind, krank sind, erschöpft sind und Zeit für uns brauchen. Ich nehme mir jetzt die Zeit für mich. Mein Körper braucht das. Wenn ich dadurch keine gute Freundin bin, keine gute Mutter, keine gute Tochter, keine gute Schwester, keine was auch immer – dann ist es eben so.“

Mitglied der ARGE Dicke Weiber

Neue Rubrik: Dicke Kleidung

Wir wissen alle, dass es problematisch ist, einen vollen Körper zu haben. Nicht, weil es per se ein Makel wäre, sondern vielmehr, weil die Gesellschaft, in der wir leben, ihn dazu macht.

In vielen zahlreichen internen Diskussionen sind wir immer wieder zum Schluss gekommen, dass es, neben den herrschenden Vorurteilen in Bezug auf Gesundheit und Charakter, vor allem die Gestaltbarkeit des Alltags ist, die dicken Menschen Probleme bereitet. Zentrales Thema dabei ist die Kleidung.

Wir wollen dieses Thema daher zu einem wichtigen Punkt in der nächsten Zeit werden lassen. Mit Reflexionen über Einkaufserlebnisse, über das Verhältnis Dicker zu Phänomenen wie Kleidung, Mode und Konsum, aber auch über ganz konkrete Aktionen, die wir vorhaben zu setzen.

Eine davon soll die kritische Auseinandersetzung mit diversen Kleidungsgeschäften für Übergrößen sein. Im Zuge dessen werden wir euch in gewissen, vorerst noch unregelmäßigen, Abständen unsere ganz persönlichen Einkaufserlebnisse schildern.

Momentaufnahme 10 (06.06.2015 18-53)

Neben der Auseinandersetzung mit genutzten und versäumten Möglichkeiten was Sortiment, Raumgestaltung  und den respektvollen Umgang mit dicken Körpern angeht, wollen wir diese Rubrik auch nützen, um für unsere Leserinnen und uns selbst ein detaillierteres Bild davon zu erarbeiten, wie sich die „Karte der dicken Kleiderwelt“ derzeit zusammensetzt, wo Raum genutzt wird und wo Platz nach oben ist. Dabei wollen wir uns klar von der kapitalistischen Sichtweise der meisten, wenn nicht aller, bestehenden Modeblogs abgrenzen und eine eigene, reflektierte Perspektive zu diesem Thema aufzeigen.