Vereinsamung

geschrieben von Malena Glück

Wir unterliegen in unserem Denken sehr häufig gewissen Täuschungen. Eine große Täuschung in Zeiten von Facebook, Twitter, Instagram und Co. liegt darin eingebunden zu sein in menschliche Gemeinschaften. Es täuscht darüber hinweg, dass viele Menschen sehr vereinsamen. Ihre menschlichen Kontakte beschränken sich zunehmend auf das Lesen und Verfassen von Mitteilungen und Bekundungen im Internet.

Ist mensch kein extrovertierter Charakter fällt es einem im realen Leben nicht so einfach Freundschaften zu schließen. Es gibt dazu in der Gesellschaft Weiterlesen

Wertschätzung erhalten und weitergeben

„Sich tief in die Augen zu sehen, sich gegenüber zu stehen und angenommen zu werden. Zuerst Zweifelt mensch, aber dann ist dieses Lächeln da und diese wohlige Wärme. Und mensch kommt ganz zu sich selbst. Hier werde ich wahrgenommen, hier erfahre ich Wertschätzung. Da kommen mir die Tränen vor Glück.Und ich wünschte ich könnte das öfter erleben. Und genau dafür will ich mich auch einsetzen. Ich will diese Wertschätzung weiter geben und ich hoffe sie auch wieder zu erhalten.“

Mitglied der ARGE Dicke Weiber

„die eigene Würde erleben“

„Es ist ein tolles Gefühl in einer Runde mit nur dicken Frauen zu sitzen und sich gegenseitig Anerkennung und Respekt zu schicken und diese Anerkennung von den anderen Frauen auch wieder zu empfangen. Dieses Angenommen sein rührt mich zu Tränen. Ich wünsche das allen Menschen. Ich wünsche allen die Erfahrung von Würde und Respekt. Einfach ganz mensch selbst sein zu können und so wie menschen eben ist auch angenommen, beachtet und geachtet zu werden.  Das ist göttlich und sollte eigentlich eine Selbstverständlichkeit sein.“

Mitglied der ARGE Dicke Weiber

I want

„In a weight-hating society, there will always be a fattest person and we will always know who that person is.(…) What I want for all of us is first that we’re welcome to participate in all aspects of society. If fat people are not welcome to exist, there is simply no point in talking about our health. I want people of all sizes to have friends, family, lovers, social support, community, and a sense of our own worth and purpose in life. I want none of these things to depend on weight. I want all of us to enjoy our embodiment however we like. I want us all to think of health-enhancing behaviors without once thinking of weight or weight-loss goals. I want people with mental illness and eating disorders to get support and treatment, free from stigma. I want our ideas of health and our healthcare system and our mental health system to be free from a focus on weight or weight loss and to have social justice as a first priority. I don’t believe there’s a weight limit for this sort of Health At Every Size® approach. I think it can benefit everyone. And then, if we do happen to notice that someone is the fattest person alive, that label might not itself be so damaging and possibly deadly.“

Marilyn Wann

Rücken an Rücken

„Als dicker Mensch fällt es mir schwer mich fallen zu lassen, denn wer kann mich schon halten? Wer kann mein Gewicht schon tragen? Diese Last auf dem Rücken drückte mich nieder. Dann kam diese Körperübung und ich stand Rücken an Rücken zu einem anderen Menschen. Und da war auf einmal ein Mensch, der mir den Rücken stützt. Ich konnte endlich los lassen und mich fallen lassen und wurde getragen. Rücken an Rücken gelehnt war es möglich endlich gehalten zu werden. Ich musste meine Last nicht mehr alleine tragen. Es war eine solche Erleichterung. Ich war nicht mehr alleine. Es war ein wunderbares Gefühl.“

Mitglied der ARGE Dicke Weiber

Wertschätzung

„In der Gemeinschaft mit anderen dicken Frauen gemeinsam für das eigene Wohlergehen zu sorgen, sich selbst zu umpflegen und die Fürsorge und Wertschätzung der anderen Frauen zu erleben ist ein wahrlich bestärkendes Erlebnis. Es ist so wichtig etwas für sich selbst zu tun. Zu merken: es ist gut und richtig etwas für sich selbst zu tun, sich selbst Raum zu geben und die eigenen Bedürfnisse zu erfüllen. Und auch zu sich selbst zu finden, wieder ganz Selbst zu sein – keine Rolle, keine Aufgabe, keine Pflicht – sondern Mensch zu sein so wie mensch eben ist. Das gehört für mich zur Selbstliebe.“

Mitglied der ARGE Dicke Weiber