„In Prozessen der Marginalisierung und Selbstmarginalisierung von Körpern scheinen mir die Beschämung und die Scham von zentraler Bedeutung zu sein. Sie stellen besonders effektive Machtmechanismen dar, die das Individuum dem normalisierenden Blick des Anderen – egal, ob in Form eines tatsächlichen oder eines generalisierten Anderen – unterwerfen. (…) Dies lässt sich in den FKK-Texten um 1900 nachlesen. Die beschriebene Umdeutung des Schambegriffs, der nun nicht mehr mit Nacktheit als solcher, sondern mit dem Verstoß gegen Körpernormen verknüpft war, macht die Scham für Prozesse der Normalisierung verfügbar. Dieser neue Schambegriff hat sich meines Erachtens letztlich durchgesetzt; ist es doch heute weniger der nackte Körper an sich als vielmehr der nicht schöne, nicht durchtrainierte, nicht bearbeitete Körper, der als peinlich empfunden wird.“

Maren Möhring

(‘››Natürliche Scham‹‹’ in Marginalisierte Körper – Beiträge zur Soziologie und Geschichte des anderen Körpers, Torsten Junge/ Imke Schminke Hg., UNRAST-Verlag, Münster, Mai 2007, S.129f)

6.Mai.2017 – Erste Impressionen „Anti-Diät“

Kommenden Samstag ist es wieder so weit: „Internationaler Anti-Diät-Tag / No Diet Day“ und als ARGE Dicke Weiber ist es uns jedes Jahr eine große Freude diesen Tag zu feiern, auf ihn aufmerksam zu machen und unsere Botschaft via Video auf YouTube zu verbreiten.

Hier gibt es nun einen kleinen Vorgeschmack unseres diesjährigen Kunst – Projektes:

 

Gemeinsames kreatives austoben und schaffen voller Freude, Lust und Lachen – aber auch mit viel Mühe und Arbeit dahinter.

 

Und schon herausgefunden was es wird? Nein, dann schau doch ab 6.Mai 2017 unser Video auf unserem YouTube Kanal und falls dir bis dahin zu fad wird können wir dir all die anderen Videos auf unserem Kanal einfach nur empfehlen. Viel Spaß beim Anschauen!

Ganz dicke, fette Grüße eure ARGE Dicke Weiber

„The way fat women are talked about is terrible; the way we’re treated is worse. We know the sinking feeling of grab them by the p***y. Because some fat women have been, and upon reporting our assaults, have been met with disbelief — who would want you? The horrifying logic of who would rape a fat woman is so ubiquitous that some of us never report at all. Others of us haven’t been assaulted, and somehow feel invisible in a culture that conflates groping and rape with affirmation. All kinds of women are sexually assaulted; fat women are told we’re too disposable to be raped, even after it’s happened.“

Your Fat Friend

„Erst im Verhältnis zu den Anforderungen und Erwartungen des jeweiligen Kontextes werden Körper als ›problematisch‹ wahrnehmbar.“

Torsten Junge/ Imke Schmincke

(‘Marginalisierte Körper eine Einleitung’ in Marginalisierte Körper – Beiträge zur Soziologie und Geschichte des anderen Körpers, UNRAST-Verlag, Münster, Mai 2007, S.7)