Schwimmend leicht

Im Wasser treiben,
die wärmende Sonne auf der Haut,
frei schwebend oben auf liegen,
wohlige kühle umspült den erhitzten Körper,
alles schwabbelt, alles wabbelt,
ich höre das Lachen der planschenden Kinder,
und lasse mich treiben im wohligen Nass,
dick und rund gleite ich durch die Wellen,
fett und ausgelassen genieße ich den Sommer,
Leichtigkeit erfüllt meinen Körper,
die Schwere fällt ab,
und ich blicke in den wunderbar blauen Himmel über mir,

es wird leichter zu ertragen,
die verstohlenen Seitenblicke, das aufdringliche Starren,
es wird leichter zu ertragen,
hier in den Wellen, in dem Plätschern des Wassers,
zum Himmel blickend, im Wasser liegend,
sich entspannend,
es wird leichter zu ertragen,
angefeindet zu werden – nur aufgrund meines Aussehens,
hier im Wasser bin ich Mensch, bin ich einfach nur ich,
ich bewege mich leicht und frei,
voller Glückseligkeit erfreue ich mich meines Körpers,

der Weg ins Wasser und zurück mag schwierig sein,
braucht Überwindung,
an starrenden Blicken vorbei,
entblößt, mein Körper unverhüllt,
die Kommentare und abwertenden Gesten,
all das schallte ich ab,
hier im Wasser entschwinde ich der Hitze,
und auch all dem Hass,
es ist zu heiß um mich einschränken zu lassen,
zu heiß um mich in meiner Wohnung zu verstecken,
ich brauche die Sonne, das Licht, die Luft,
ich brauche den blauen Himmel,
ich brauche die Kühle des Wassers,
und ich lasse es mir auch nicht nehmen,
mutig überwinde ich mich,
zeige mich, zeige meinen Körper,
husch ins Wasser und lange, lange nicht hinaus.

verfasst von Malena Glück

Bewegung mit Freude

„Es fühlt sich gut an mich nach meinen eigenen Bedürfnissen und Möglichkeiten zu bewegen. Die Musik fließt richtig durch mich durch und ich bin ganz bei mir. Ich bewege mich nur soweit wie es mir gut tut und achte nur auf meinen eigenen Körper, auf dessen Signale von Freude und Glück. Ich spüre in mich hinein und es macht richtig viel Spaß in diesem dicken/fetten Körper der Musik in meinem eigenen Rhythmus zu folgen. Mein dicker/fetter Körper bewegt sich mit Liebe und wackelt voller Freude.“

Mitglied der ARGE Dicke Weiber

Abnehmen und „gut“ gemeinte Ratschläge

„Jede öffentliche Zurschaustellung der individuellen Entscheidung des Abnehmens ist wie ein ungefragter oft „gut gemeinter“ Ratschlag, dem mehrere diskriminierende Annahmen zugrunde liegen: „Wenn ich es schaffe schaffen es alle“ – dabei wird das Leistungsprinzip nicht hinterfragt – Abnehmen ist keine individuelle Leistung und Dicksein nicht Produkt des eigenen Versagens und Verschuldens also kein Zeugnis weniger Leistungsfähigkeit. „Wenn es mir „gut tut“ dann ist es für alle besser“ – Dabei wird gar nicht definiert was dieses „GUT“ eigentlich heißt. Es beruht auf dem Irrglauben, dass Dünne glücklicher sind als Dicke – dabei können auch Dünne unglücklich und Dicke glücklich sein. Weiters wird nicht berücksichtigt, dass Diskriminierungen es erschweren mit sich glücklich zu sein – insofern würde es auch helfen einfach Dickendiskriminierung zu stoppen. „Jede Dicke muss doch den Wunsch haben abzunehmen – schließlich ist ADIPOSITAS erstens eine epidemische Seuche und zweitens ein Todesurteil.“ Zunächst einmal ist noch kein Ausreichender Beweis dafür erbracht, dass durch das jeweilige Abnehmen das jeweilige Lebensalter erhöht wird – es gibt sogar Studien, die behaupten stark schwankendes Gewicht verkürzt die Lebenserwartung mehr als gleichbleibendes bzw. langsam ansteigendes Gewicht. Soviel zu dem Todesurteil ADIPOSITAS – das selbst bei Studien Menschen mit Adipositas eine durchschnittliche Lebenserwartung von 65 Jahren zu spricht. Aussagen wie Adipositas sei eine Epidemie und ein Todesurteil führen also lediglich zu Ekel und Panik vor dem DICKSEIN und DICKERWERDEN und sollen insofern die Wirtschaft ankurbeln, die sich an Diätprodukten und Übergewichtschirurgie bereichert. Der Druck und der Zwang, der mittels solcher Panik auf Dicke ausgeübt wird, machen krank und dürfen nicht gefördert werden.“

Mitglied der ARGE Dicke Weiber