Projekt: Raum einnehmen & Möglichkeiten haben

Die ARGE Dicke Weiber startet etwas verspätet in dieses wunderbare Jahr 2018. Das letzte Jahr war sehr ernüchternd. Wir mussten feststellen, dass es nicht genug aktive Mitglieder gibt um die ARGE Dicke Weiber treffen in ihrer Regelmäßigkeit aufrechtzuerhalten. Dennoch lebt die ARGE Dicke Weiber in den Herzen vieler Menschen weiter und so wird es vielleicht nicht mehr so regelmäßig aber dennoch hin und wieder zu ARGE Dicke Weiber Treffen kommen. Auch auf Email-anfragen können wir nur sehr langsam reagieren und bitten um Verständnis.

Nichts desto trotz gibt es uns noch und so wollen wir an unserem Projekt: „Raum schaffen und Möglichkeiten haben“ weiterarbeiten. Dieses Projekt soll erstens dicken/fetten Menschen insbesondere dicken/fetten Frauen Möglichkeiten aufzeigen am sozialen Leben und an der Gesellschaft teilhaben zu können und zweitens soll es dicke/fette Menschen zeigen die aktiv an der Gesellschaft teilhaben, sich also nicht ausschließen lassen und damit eben auch Raum schaffen für andere dicke/fette Menschen.

Die ARGE Dicke Weiber war im Kino. Ja es gibt Kinosessel in die auch ein dicker Körper bequem platz findet. In der Urania (Uraniastraße 1, 1010 Wien – Innere Stadt) hat der Kinosaal 55 cm breite Sessel sowie in den letzten 4 Reihen Kinosessel mit einer Breite von 65 cm. Im Vergleich dazu haben die meisten Kinos Sitzbreiten von 45 cm. Es ist zudem barrierefrei und angenehm überschaubar. Vor allem für Mütter mit Kindern ist es sehr interessant, denn es bietet Kino für Kinder (wienXtra-cinemagic, für kleinere Kinder ist hier besonders das Bilderbuch-Kino von Interesse). Auch mal mit dem eigenen Kind ins Kino gehen und bequem sitzen wird hier ermöglicht. Danke für die Möglichkeit Urania!

Da könnten sich andere Kinos etwas abschauen!

Falls ihr Erfahrungen habt mit Kinos und Kinosessel – schreibt einfach einen Kommentar. Wir würden uns freuen vielleicht den ein oder anderen Tipp zu lesen aber auch über jede Kritik an unbequemen Kinosesseln etc. ist uns willkommen.

In diesem Sinne lasst euch nicht abbringen euer Leben mit Freude und Liebe zu leben, geht hinaus und schaut euch auch mal einen Film im Kino an. Lacht dabei, esst Popkorn und genießt die Gemeinschaft mit anderen Menschen! Es ist schön Teilhaben zu können! Und es macht glücklich!

Dicke Grüße,

eure ARGE Dicke Weiber

Gemeinsam Mensch sein

Wir reichen uns die Hände,
wir hören einander,
wir wissen und versuchen zu verstehen,
wie es ist dick zu sein,
fett zu sein,
wie es ist mit unterschiedlichen Körpern zu leben,
wir leihen uns unsere Stärke, unsere Stimmen,
wir stehen füreinander ein,
und wir geben einander Raum,
den Raum, den wir brauchen,

wir unterstützen uns und schauen hin,
selbst dann wenn es nicht schön ist,
wir sehen die Vorurteile der Gesellschaft,
den Ausschluss, wo Barrieren aufgebaut werden,
wo es Grenzen gibt,
wir sehen den Hass der Dicken/Fetten begegnet,
wir schenken uns gegenseitig den Mut weiterzumachen,
und wenn es noch so lange dauert,

was wir tun ist wichtig,
denn jeder und jede verdient Würde,
und so schenken wir sie uns gegenseitig
und hoffen andere mit unserem Vorbild zu ermutigen,
auf ihre Würde zu bestehen und für sie einzustehen!

Danke, Ihr wunderbaren und starken VorgängerInnen,
Danke, Euch, die Ihr uns die Hände reicht.
Danke für das Gemeinsame Mensch sein.

verfasst von Malena Glück

healthism

„Health and body size are not the same thing, but that’s not particularly germane to the conversation because health is not an obligation or a barometer of worthiness, it’s not entirely within our control or guaranteed in any circumstance, and “health,” by whatever definition, should not be a prerequisite for being a role model or acknowledged for one’s achievements. The idea that someone, of any size, should have to meet some level of “health” in order to be appreciated for their talent or be a role model is horrifying, and is the definition of healthism.“

Ragen Chastain