Your body is yours.

„Your body is not a debt to be paid, not a problem to solve, or an albatross to carry. Your body is yours. All you need to do is have the body you have, keep yourself safe, and build the momentum of your own goodness. Feel it whirring away inside you. Fuel its engine. Remember who are you are, regardless of the body you have.And remember all that’s yours at the end of the day. You have the puttering motor of your goodness, and you have all the fuel it needs. You have a body that keeps you warm, soft and tender. You have lungs that fill with cool, sweet air, and a heart that beats oceans through your veins. You have the tides of your own body, and the moon that governs them.“

Your Fat Friend

Every Size Space

„People are allowed to want to, and try to, lose weight. However, where people get tripped up is in the belief that they should be allowed to talk about that in Fat Activist, Size Acceptance, and Health at Every Size spaces.  Nope nope nope. It is ok to have spaces that don’t allow diet or weight loss talk, it is ok to have 100% body positive spaces, it’s ok to have a policy of “absolutely no diet talk” or “absolutely no negative body talk.”  The spaces that we create – be they our homes, blogs, Facebook Pages, Twitter, Youtube, Instagram, Snapchat or other social media – are ours.  They exist because we created them and we have every right in the world to moderate them.“

Ragen Chastain

Platz haben, Raum haben

Ich entscheide mich das Lachen zu erwidern,
doch zum Lachen ist mir nicht,
ich entscheide mich ruhig zu bleiben,
doch ruhig bin ich nicht,
ich höre den Hass, ich höre die Worte,
und die die nicht betroffen sind sagen leicht dahin:
„das betrifft mich nicht,
es kann mich nicht treffen,
es hat nichts mit mir zu tun,
lass sie doch reden“
aber es macht etwas mit mir,
es macht mich traurig,
es macht mich wütend.

Ich gehe hinaus und kann so vieles nicht tun,
bin in so vielem beschränkt,
da ist kein Platz im Bus,
kein Platz im Theater,
kein Platz im Kino,
keiner im Café,
da ist kein Platz im Kleidergeschäft,
kein Platz für einen Körper wie meinen,
selbst beim Gehen auf der Straße,
wo ist Platz für mich?
Platz für meinen dicken/fetten Körper?
und ich atme durch und schaffe mir Platz.

Doch das ist harte Arbeit,
das ist ein echter Kampf,
einfach nur hier zu stehen und
den Raum einzunehmen, den mensch braucht,
mit der Anfeindung fertig zu werden,
und mit den eigenen Gefühlen,
das ist echt harte Arbeit,
und sie beginnt jeden Tag von neuem.

Meinen Raum zu haben,
ihn zu erfüllen, ihn auszufüllen,
dass gehört zum Menschsein dazu,
und ich lasse mir mein Menschsein nicht nehmen.

verfasst von Malena Glück

Ich, der Kinderwagen!

„Ja ich bin ein Fass und ja ich kann mich nicht auflösen und ja der Kinderwagenplatz, diese kleine Nische ist wunderbar für mich und bietet mir genug Platz zum Stehen und ja ich verfalle wenn ich sehe dass jetzt ein Kinderwagen bei mir einsteigt und ich weiß nicht wohin ich verschwinden soll – ich kann mich nicht auflösen, ich kann mich nicht kleiner machen, ich kann mich nicht zusammenfalten oder was einziehen, das hat bei mir gar keinen Sinn – und nein ich kann mich nicht in den Spalt zwischen den sitzen auf der einen Seite und Kinderwagen auf der anderen Seite zwängen. Und wenn ich in dem Gelenk stehe, dann habe ich Angst wenn vor mir und hinter mir ein Kinderwagen am Kinderwagenplatz steht, dass ich nicht daran vorbei komme und aussteigen kann – ich sitze fest. also was tun wenn ein Kinderwagen doch einsteigt – flüchten nur wohin?“

Mitglied der ARGE Dicke Weiber

hard to be a self-loving fatty

„I’ve been working in the body  positive, Fat Acceptance and Health At Every Size movements for nearly 20 years now.  And while certain things have gotten better and certain things have gotten worse, one thing is consistent. It’s tough.  I mean really tough.  And I admit that I have certain privileges that many others in the space don’t have.  I’m sort of medium fat.  That means I face fat discrimination but nothing like as much as bigger fats.  I am white and cisgendered and heterosexual among my many, many other privileges.  And even with these privileges it’s hard to be a self-loving fatty in this world.“

Jeanette DePatie (AKA The Fat Chick)

Eure Blicke

Ich gehe durch die Straßen,
eure Blicke treffen mich,
sie starren auf meine dicken Beine,
das wackelnde Fett,
sie starren auf meinen Bauch,
die volle Fülle,
sie starren auf meine hängenden Brüste,
die weiche Masse,
sie starren auf mein Kinn,
mit samt seiner Umrahmung,
sie treffen meine Augen und blicken weg,
als hätten sie etwas verbotenes gemacht,
als wäre es ihnen unangenehm,
sie gehen an mir vorbei,
sie rempeln mich oder ducken sich,
sie wissen nicht so recht,
ich nehme so viel Platz…

und ich begegne euren Blicken,
und sie treffen mich,
und dennoch nehme ich mir den Platz,
ich mache mich nicht klein,
ich weine nicht und ich stoppe den eigenen inneren Dialog,
ich höre nicht hin auf den Hass, der in manchen eurer Blicke ruht,
ich begegne euren Blicken,
und gehe weiter, atme weiter,
ich habe Platz in all meiner Fülle,
und ich nehme ihn mir,
ich stehe zu mir,
manchmal stehe ich allein…

manchmal da ist es echt hart euren Blicken zu begegnen,
da brauche ich jemanden der mich erinnert,
der mich erinnert, dass ich ein Mensch bin und kein Ding,
also bin ich heute für alle anderen,
diese Erinnerung, damit sie es für mich sein können,
wenn ich sie brauche,
ich begegne euren Blicken,
wandle hoch erhobenen Hauptes meines Weges,
und nehme den Platz ein, der mir zu steht,
und ich alleine bestimme wieviel das ist,
denn ich bin ein Mensch in voller Pracht,
und ich begegne euren Blicken mit Würde und Respekt,
begegne eurem Hass mit Mitgefühl und Nachsicht,
und ich nehme lachend meinen Platz ein….

verfasst von Malena Glück