Kein Kommentieren mehr

„Als individuelle Entscheidung einer jeden einzelnen bedarf Abnehmen keiner weiteren Anerkennung, Bestätigung oder Beratschlagung anderer. Diese individuelle Entscheidung muss auch nicht öffentlich breitgetreten werden bzw. öffentlich diskutiert, dokumentiert und bewertet werden. Einzig und allein der Umstand das Abnehmen so eine öffentliche Zustimmung erfährt und gesellschaftlich mehr als erwünscht sogar erzwungen wird (durch den Druck auf Dicke sich zum Beispiel einer chirurgischen Maßnahme zu unterziehen) macht es notwendig unsere Einstellung des NICHT-Abnehmen-Wollens ÖFFENTLICH auszubreiten. Hören wir auf eine Körperform zu bevorzugen so gibt es überhaupt keinen Grund für irgendwelche Lobeshymnen auf das Abnehmen. Es gibt dann nicht einmal einen Grund das individuelle Ab- oder Zunehmen zu kommentieren.“

Mitglied der ARGE Dicke Weiber

Thema: Abnehmen

„Uns wird oft unterstellt einzelne Menschen aufgrund ihres Wunsches Abzunehmen zu verurteilen. Doch nur weil der Großteil der Aktivistinnen der ARGE Dicke Weiber beschlossen hat nicht mehr abzunehmen und auch nicht den Wunsch hegt abzunehmen werten wir niemanden ab der für sich beschlossen hat abzunehmen. Abnehmen oder nicht – obliegt der individuellen Entscheidung einer jeden einzelnen.  Wir sprechen uns aber gegen jeden gesellschaftlichen Zwang zum Abnehmen aus – also jede Gehirnwäsche, welche die individuelle Entscheidung zu einer Entscheidung der Allgemeinheit machen möchte. Wir kritisieren die Aufmerksamkeitsheischerei um jedes verlorene Kilo – und die prinzipielle Verpflichtung aller das Ab- bzw. Zunehmen eines anderen zu thematisieren und zu bewerten in Form von Lob bei Abnahme oder Tadel bei Zunahme von Gewicht. Wir hinterfragen warum dicke dazu inspiriert und motiviert werden müssen abzunehmen. Wir nehmen die Zu- oder Abnahme von Gewicht nicht länger für wichtig und erachten solche Beurteilungen für unnötig.“

Mitglied der ARGE Dicke Weiber

„Das Thema Abnehmen ist für mich menschenfeindlich, frauenfeindlich und dickenfeindlich. Jede Frau darf natürlich für sich selbst wählen was sie machen will und es ist meinerseits kein Aburteilen sondern lediglich eine Feststellung. Jede Frau muss in ihrer Selbstentscheidung bestärkt und nicht beeinflusst werden. Die Missionierung anderer zum Abnehmen ist daher meiner Meinung nach gänzlich abzulehnen. So auch die mediale Aufarbeitung von sogenannten Abnehmtipps.“

Mitglied der ARGE Dicke Weiber

Anti-Diät-Tag 2015

 

„Ich halte Diät im Leben. Dies bezieht sich aber nicht auf eine Diät beim Essen sondern darauf, dass ich mir einfach alles Mögliche nicht mehr zutraue und verbiete, weil ich es als dicke Frau doch nicht könne bzw. dürfe. Dieses sich selbst verweigern zu leben wie man will, muss sich verändern. Unsere eigenen inneren Überzeugungen und Gedanken müssen sich öffnen für ein Leben ohne Verweigerung.“

Mitglied der ARGE Dicke Weiber

„Was ist SUCHT? Ich gehe heute nicht weg, weil ich essen will – soziale Definition. Doch gehen wir wirklich nicht weg weil wir essen wollen oder wollen wir nur nicht vor anderen essen? Ich gehe nicht raus weil ich vor anderen nicht essen will – ich schäme mich vor anderen zu essen, weil mir unterstellt wird ein Vielfraß zu sein und ich will kein Vielfraß sein. – Also soziale Ausgrenzung und Beschämung sind die Ursache warum ich nicht raus gehe, nicht das Essen selbst.“

Mitglied der ARGE Dicke Weiber

„Essen als Sucht übersieht die Lebensnotwendigkeit von Essen – schließlich ist es bei den meisten Süchten so, dass durch den absoluten Verzicht auf das Süchtigmachende eine Gesundung eintritt. Schon bei dem kleinsten Nichteinhalten des Verzichts schaffen es viele nicht und werden sofort wieder süchtig und abhängig. Doch Essen ist lebensnotwendig – jeder Mensch muss essen sonst sterben wir. Was bedeutet es Menschen von der Nahrungsaufnahme (die lebenswichtig ist) abzutrennen?“

Mitglied der ARGE Dicke Weiber

Gewicht und Gesundheit?

ARGE Dicke Weiber Positionspapier

Eines unserer laufenden Projekte ist die Arbeit an einem Positionspapier. Dazu zählt auch die Beschäftigung mit der Frage:

Warum ist die ARGE Dicke Weiber der Überzeugung „Gewicht und Gesundheit hängen nicht miteinander zusammen“?

Zu allererst bedarf es hierfür eine genauere Definition was Gesundheit ist. Für die Mitglieder der ARGE Dicke Weiber ist Gesundheit eine persönliche Empfindung (Selbstwahrnehmung) – ein Wohlgefühl. Empfindungen sind schwierig in Worte zu fassen. Schmerzempfinden, Hitzeempfinden, Kälteempfinden und Wohlgefühl sind bei allen Menschen ganz unterschiedlich. Beim Wohlgefühl steht im Mittelpunkt gut mit sich selbst leben zu können – sich in sich selbst und mit sich selbst wohl zu fühlen – egal in welchem „gesundheitlichen Zustand“ (hier im schulmedizinischen Sinne) frau sich befindet. Für das persönliche Wohlgefühl bedarf es: Lebensfreude, Lebensliebe, Vertrauen und Hoffnung, sowie einen positiven stabilen Selbstwert. Alle menschlichen Grundbedürfnisse sollen erfüllt werden: neben Wärme, Essen, Schlafen, Trinken, Hygiene – haben wir auch ein Bedürfniss nach einem Sinn im Leben, Interessen und Leidenschaften, soziale Kontakte, Teilhabe an der Gesellschaft, nach Liebe und Anerkennung, respektvoller Umgang, Sicherheit und Geborgenheit. Die Erfüllung der Bedürfnisse ist leider nicht immer gegeben und liegt nicht immer unter eigener Kontrolle –so hängt es auch vom Geld ab ob ich Essen und Heizen kann etc. Es liegt nicht im eigenen Ermessen wo wir geboren werden, in welchen sozialen Verhältnissen wir leben, mit welchen körperlichen Bedingungen wir ausgestattet sind (wie groß wir werden, wie unsere Knochen geformt werden, ob wir eine Behinderung haben bzw. bekommen).

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