Dicke Weiber Kleidertausch

Samstag, 16. November 2013, 14 – 18 Uhr
Frauenzentrum Wien

ADW Kleidertausch 2013
Miste deinen Kleiderschrank aus und bring mit was nicht mehr getragen wird.

Kleidung ab Größe 46
Schuhe, Accessoires, Schmuck
gut erhalten und sauber

Begleitend zur Kleiderschenkbörse lesen wir aus dickenfreundlichen Büchern vor. Dazu gibt es Kuchen und Ausschank an der Bar.

ARGE Dicke Weiber Kleidertausch
Samstag, 16. November 2013, 14 – 18 Uhr

FZ-Bar – Autonomes Frauenzentrum
1090 Wien, Währinger Straße 59 – Eingang Prechtlgasse

Facebook-Event: facebook.com/events/671562852862447/

Für dicke Frauen & Freundinnen

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Mode – so groß wie die Lust am Leben

Am 8. Mai 2013 eröffnet in Korneuburg, in der Nähe von Wien, ein Modegeschäft für große Größen: Lady2. Die Gründerin Sabine Pausch hat uns ein Email geschrieben, das wir gerne hier veröffentlichen.

Liebe Arge-Dicke-Weiber!

Ich habe euch im Web gefunden. Ich finde es toll, dass es eure Initiative gibt. Ich bin mein ganzes Leben eine fröhliche und zufriedene Dicke. Von Konfektionsgröße 48 bis 60 war alles drin, derzeit halte ich bei 52/54. Meine bisherigen Erfahrungen und Shopping-Erlebnisse waren oft verbunden mit Frust und Ärgernis: zu kleine Umkleidekabinen, zu schmale Gänge zwischen den Kleiderständern, zu kleine Spiegel, sackartige Modelle, …

Damit ist jetzt Schluss.

Ich mache meine Passion zum Beruf und eröffne am 8. Mai in Korneuburg einen First Class Second Hand für Frauen mit Format, Kurvenstars, Rubensfrauen, Vollblutweiber, Powerfrauen ab Größe 48. Im geräumigen Mode-Wohnzimmer biete ich in entspannter Atmosphäre neue Einzelstücke von Markenherstellern – auch Modelle einer österreichischen Designerin. Und im Bereich Second Hand vermittle ich erstklassig gepflegte Markenmode aus zweiter Hand. Abgerundet wird das Angebot mit allem, was unsere Vorzüge unterstreicht: Modeschmuck, Schals, Handtaschen und Schwedenbomben. ;-))

Ich würde mich sehr freuen, wenn auch ihr Gefallen an meiner Idee findet. Schaut doch mal vorbei!

www.facebook.com/lady2mode
www.lady2.at

Und unter dem Motto »Mode – so groß wie die Lust am Leben« begrüße ich Euch ab 8. Mai gerne persönlich.

Sabine Pausch

Lady2
Im Rathaus, Hauptplatz 39, 2100 Korneuburg
Dienstag – Freitag 10:30 – 18:30 Uhr
Samstag 09:00 – 13:00 Uhr
Private Shopping nach Terminvereinbarung

Wer schön sein will, muss reisen von Tine Wittler

Eine Buchrezension von Christine Abdel Maguid-Fiedler

Wer schön sein will, muss reisen von Tine Wittler
Eigentlich will Tine Wittler nur einen Roman über die Erlebnisse einer dicken Frau in Mauretanien schreiben, doch dann beschließt sie selber in das Land zu fahren, in dem dicke Frauen als schön gelten. In Tagebuchform schildert sie ihre Reise ins Land der runden Frauen von den ersten Planungsstadien bis zur Rückkehr in ihre Heimat.

In den ersten Kapiteln werden die Reisevorbereitungen beschrieben, die durch Bürokratie und die politischen Unruhen in Nordafrika 2011 (Revolten in Ägypten und Marokko) erschwert werden. Immer wieder stellt sie den Schönheitsbegriff vor allem in Europa in Frage, da sie als dicke Fernsehmoderatorin immer wieder angefeindet wird. In Mauretanien angekommen macht Tine Wittler zum ersten Mal die für sie überwältigende Erfahrung als schön wahrgenommen zu werden. Sie schließt schnell Freundschaft mit einheimischen Frauen. Zwischen den Frauen gibt es kein Konkurrenzdenken, jede dicke Frau gilt als schön.

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Liebe ARGE Dicke Weiber, …

Die ARGE Dicke Weiber hat wieder ein sehr nettes Email bekommen, das wir gerne hier veröffentlichen wollen. Diesmal von Sabine Hitzl, der Gründerin von pretty bee in St. Pölten.

liebe arge dicke weiber,

ich wollte euch nur schreiben und sagen wie toll ich es finde, was ihr macht.

ich gehöre auch selbst zu der gruppe frauen, denen von geburt an eingehämmert wurde, dass dick sein ein makel sei und ich deshalb weder erfolgreich noch je begehrenswert sein kann.

vor kurzem habe ich mich dazu entschlossen meinen beruf an den nagel zu hängen und ganz etwas anderes zu machen – ich habe eine boutique für queen size eröffnet. ja – in st. pölten. und ja – ohne, dass ich vorher in einem mode geschäft gearbeitet habe. ich habe es einfach satt, dass es nur geschäfte in übergröße gibt. und von denen nur wenige. wie das schon klingt: übergröße. so abwertend.

ich will genauso die möglichkeit haben in einer boutique zu shoppen. mich mit jemandem dabei unterhalten, die weiß wie es ist jenseits kleidergröße 42 zu leben und die sich nicht mehr dafür entschuldigen will. für die es selbstverständlich ist, dass umkleidekabinen keine sardinendosen sein können und die weiß wie großartig es ist sich schön fühlen zu dürfen.

solltet ihr mal in st. pölten unterwegs sein, lade ich euch sehr herzlich auf einen ratscher und schokolade in meine boutique ein (bin nicht nur ein shopaholic sondern auch ein schokoholik). würde mich sehr freuen euch mal persönlich kennen zu lernen.

ich folge euch auf facebook und vielleicht schaffe ich es ja mal zu einem treffen nach wien – wenn’s meine öffnungszeiten zulassen 🙂

bis dahin
weiterhin viel erfolg und vor allem viel spaß bei der sache

vlg sabine hitzl
www.prettybee.at

Winterpause

Die ARGE Dicke Weiber macht eine kleine Winterpause und wünscht insbesondere allen dicken Frauen erholsame, sinnliche und stressfreie Feiertage.

Genieße das Leben und bleibe stolz und groß.
»Es gibt nichts in und an deinem Körper für das du dich jemals schämen solltest!«

ARGE Dicke Weiber Logo

Das nächste ARGE Dicke Treffen findet am Freitag, den 11. Jänner 2013 statt.
Am 28.12.2012 ist kein Treffen!

Eine Solidaritätserklärung

Die ARGE Dicke Weiber hat ein sehr nettes Email von Daniela Maria Schwarz bekommen, das wir gerne hier veröffentlichen und für das wir uns bedanken.

Ihr lieben, argen, dicken Weiber!

Ich habe heute beim Surfen Eure Seite gefunden und gratuliere zu dieser bewußtseinsfördernden Aktion. Die Verklärung von Hungerhaken, das völlig falsche Frauenbild, das Medien jungen Frauen auf den Lebensweg mitgeben, das Gefühl der Unwürdigkeit auch chices Gewand zu tragen und das Diktat der Modebranche – es gibt nichts in Normalo-Shops über Größe 44 (allenfalls noch vereinzelte Stücke bis Gr. 48, ganz hinten im Geschäft), etc. gehen mir seit langem sehr gegen den Strich und wenn endlich eine Gruppe von Aktivistinnen anfängt, das zu hinterfragen, dann kann es »uns« nur gut tun: uns Dicken und unserer Gesellschaft ganz allgemein.

Während alle über »Diversity« groß reden und die Vorteile der Vielfalt preisen, wird die natürliche Vielfalt unterschiedlicher Körperformen diktatorisch normiert. Frau hat einfach nicht so zu sein wie ich: 1,80 groß. Sie hat auch nicht über 100 kg zu haben. Sie darf keine tiefe Stimme haben (am Telefon höre ich häufig die Frage: Kann ich Ihre Frau sprechen? Wenn ich antworte: Ich bin meine Frau! folgt immer entsetztes Schweigen für ein paar Schrecksekunden, während die Denkerbse in der Umlaufbahn im Hirn des Anrufers Karussel fährt…). Frau hat einfach nicht Schuhgröße 42, 110/C um den wogenden Busen geschnallt und Kleidergröße 54. Das geht einfach alles gar nicht – mit all diesen features ist jemand keine »Frau« sondern ein »Freak«.

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Noch ein Beschwerdebrief an Ulla Popken

Nachdem Gaby auf unserem Weblog Frau Chrissies Schreiben an Ulla Popken gelesen hat, hat sie sich ebenfalls hingesetzt und dem Modeunternehmen ihre Gründe dargelegt, warum sie dort nicht mehr einkauft. Wir veröffentlichen diesen Brief auch gerne.

Geschätztes Ulla-Popken-Team!

Habe vor einigen Tagen Ihren neuen Katalog erhalten, mit der Einladung mitzufeiern. Erlauben Sie mir die Frage: WAS soll man da feiern? Dass sich das Angebot in den letzten Jahren immer mehr zu Ungunsten der Kundinnen verändert hat, für die Sie angeblich da sind?

Ich habe schon vor vielen Jahren bei Ulla Popken eingekauft, damals war die Mode ansprechend, bestach oft durch ausgefallene Kleinigkeiten (zB asymmetrische Knopfverschlüsse etc.) und vor allem durch gute Qualität und Passform. Da war man dann gern bereit, etwas mehr auszugeben – man hatte ja auch was Besonderes. Davon merke ich (außer beim Preis) in letzter Zeit nicht mehr viel.

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Ein Beschwerdebrief an Ulla Popken

Frau Chrissie hat einen Brief an das Modeunternehmen Ulla Popken geschickt. Wir unterstützen diesen Brief voll und ganz und veröffentlichen ihn gerne hier auf unserem Weblog. Vielen Dank für das Engagement!

Geehrtes Ulla-Popken-Team!

Schon seit geraumer Zeit ärgern mich Ihre Kataloge, die ich regelmäßig per Post erhalte. Heute möchte ich diesem Ärger auch mal Luft machen, auch wenn ich damit vermutlich nichts erreichen werde!

Ich bin eine dicke Frau mit einem sehr klaren Selbstverständnis für dieses Dicksein und einer sehr positiven Wahrnehmung zu meiner Körperfülle! Eine Modefirma, die sich – wie eigentlich anzunehmen wäre – ebenfalls so einer positiven Wahrnehmung verschrieben hat, indem sie Kleider für dicke Frauen vermarktet, sollte das doch eigentlich in ihren Katalogen SICHTBAR machen. Aber wann immer ich einen dieser Kataloge aufschlage, muss ich mit der Lupe nach den Gründen suchen, warum die dort abgebildeten Models für Kleidung werben, die doch für DICKE gemacht wird…!?

WO bitte sind die schönen, sinnlichen, fülligen, üppigen Models, die frau erwartet, wenn sie DICKE Mode sucht??? Glaubt Ihre Firma denn tatsächlich, dass ein Großteil der fülligen Kundinnen sich lieber mit »Normalgewichtigen« (manchmal mit einem Hauch von Babyspeck, den frau aber suchen muss) identifiziert, als mit einer blühenden, sich in ihrer dicken Haut rundum wohlfühlenden Dicken?!?!

In Ihrem letzten Heft werde ich als »Liebe Ulla Popken Freundin« angesprochen – hiermit kündige ich diese »Freundschaft« und bitte Sie, von weiteren Zusendungen abzusehen. Dies war das letzte Heft, in das ich noch einen Blick geworfen habe! Dickenfeindlichkeit begegnet mir im Alltag häufig genug, die muss ich mir nicht auch noch aus den vermeintlich »eigenen Reihen« abholen!

Mit wirklich verärgerten Grüßen,
Frau Chrissie
www.frauchrissieundpianistin.at