body size and health?

„When it comes to body size and health right now the world is pretty messed up -people insist that bodies are good or bad depending on what size they are and there’s a lot of prejudice, negative body talk, and bullying that happens around size.  There are even some doctors who believe this, and even think that they can make guesses about how healthy someone is by what they look like.  The truth is that people come in lots of different sizes for lots of different reasons and all bodies are good bodies.“

Ragen Chastain

Wie wünschen wir uns:

dass mit Dicken im Gesundheitsbereich umgegangen wird?

Zunächst sollte die Grundvoraussetzung einer Behandlung geschaffen werden indem passendes Mobiliar in Arztpraxen, Krankenhäusern etc., welches auch das Gewicht aushält, zur Verfügung gestellt wird. Dazu zählen Wartesessel, Behandlungstische, Blutdruckmanschetten, etc.

Ärzte/Ärztinnen müssen die Würde und den Respekt ihrer Patientinnen wahren. Eine Verurteilung von Dicken wie sie derzeit von viel zu vielen Ärzten/Ärztinnen betrieben wird, sowie die Verachtung mit der einige Ärzte/Ärztinnen Dicke „behandeln“ ist strikt abzulehnen. Bei jedem Arztbesuch darauf hingewiesen zu werden wie „gefährlich“ und „tödlich“ das Dicksein ist schürt lediglich Todesangst und ist keinesfalls hilfreich. Die Bezeichnung „Übergewicht“ oder „Adipositas“ – die Dicksein prinzipiell zur Krankheit abstuft – beraubt jeglicher Würde. Der prinzipielle Zwang abnehmen zu müssen und die Angstkampagne sind menschenverachtend. Andere Menschen zu diskriminieren und herabzusetzen um sie dazu zu bringen abzunehmen weil man angeblich so besorgt um ihre Gesundheit ist – ist Machtmissbrauch und Gewalt.

Um eine Aussage machen zu können inwiefern Dicksein sich auf die Gesundheit auswirkt bräuchte es eine Kontrollgruppe Dicker, die noch nie dem Schlankheitsterror und dem Diätwahn ausgesetzt waren. Es ist nicht bewiesen, dass Maßnahmen zum Abnehmen zu medizinischen Vorteilen für die Gesundheit, Lebensqualität und Lebensverlängerung führen. Dick zu sein und dick zu bleiben hindert nicht daran sich selbstständig um die eigene Gesundheit zu kümmern und gesund zu sein.

Die Einstellung der Ärzte/Ärztinnen zum Dicksein ist gefährlich, denn sie vermag Dicke davon abzuhalten zum Arzt/Ärztin zu gehen. Dicke verlangen von Medizinern/Medizinerinnen menschenwürdig „behandelt“ zu werden und das auch bei einem Leiden, dass möglicherweise durch ihr Gewicht verursacht wurde. Sie brauchen keine Schuldzuweisung oder Ermahnung zum Abnehmen. Ärzte/Ärztinnen haben die Selbstbestimmung des Menschen zu wahren. Frau darf auch dick ihr Leben leben. Sie darf sich auch gegen gesundheitliche Maßnahmen entscheiden und sie darf vor allem selbstbestimmen ob sie mit dem Arzt über ihr Dicksein sprechen möchte oder nicht.

Gewicht und Gesundheit?

ARGE Dicke Weiber Positionspapier

Eines unserer laufenden Projekte ist die Arbeit an einem Positionspapier. Dazu zählt auch die Beschäftigung mit der Frage:

Warum ist die ARGE Dicke Weiber der Überzeugung „Gewicht und Gesundheit hängen nicht miteinander zusammen“?

Zu allererst bedarf es hierfür eine genauere Definition was Gesundheit ist. Für die Mitglieder der ARGE Dicke Weiber ist Gesundheit eine persönliche Empfindung (Selbstwahrnehmung) – ein Wohlgefühl. Empfindungen sind schwierig in Worte zu fassen. Schmerzempfinden, Hitzeempfinden, Kälteempfinden und Wohlgefühl sind bei allen Menschen ganz unterschiedlich. Beim Wohlgefühl steht im Mittelpunkt gut mit sich selbst leben zu können – sich in sich selbst und mit sich selbst wohl zu fühlen – egal in welchem „gesundheitlichen Zustand“ (hier im schulmedizinischen Sinne) frau sich befindet. Für das persönliche Wohlgefühl bedarf es: Lebensfreude, Lebensliebe, Vertrauen und Hoffnung, sowie einen positiven stabilen Selbstwert. Alle menschlichen Grundbedürfnisse sollen erfüllt werden: neben Wärme, Essen, Schlafen, Trinken, Hygiene – haben wir auch ein Bedürfniss nach einem Sinn im Leben, Interessen und Leidenschaften, soziale Kontakte, Teilhabe an der Gesellschaft, nach Liebe und Anerkennung, respektvoller Umgang, Sicherheit und Geborgenheit. Die Erfüllung der Bedürfnisse ist leider nicht immer gegeben und liegt nicht immer unter eigener Kontrolle –so hängt es auch vom Geld ab ob ich Essen und Heizen kann etc. Es liegt nicht im eigenen Ermessen wo wir geboren werden, in welchen sozialen Verhältnissen wir leben, mit welchen körperlichen Bedingungen wir ausgestattet sind (wie groß wir werden, wie unsere Knochen geformt werden, ob wir eine Behinderung haben bzw. bekommen).

Weiterlesen