Are you not good enough?

“Every weight loss program, no matter how positively it’s packaged, whispers to you that you’re not right. You’re not good enough. You’re unacceptable and you need to be fixed.”

Kim Brittingham, Read My Hips: How I Learned to Love My Body, Ditch Dieting, and Live Large

Abnehmen und „gut“ gemeinte Ratschläge

„Jede öffentliche Zurschaustellung der individuellen Entscheidung des Abnehmens ist wie ein ungefragter oft „gut gemeinter“ Ratschlag, dem mehrere diskriminierende Annahmen zugrunde liegen: „Wenn ich es schaffe schaffen es alle“ – dabei wird das Leistungsprinzip nicht hinterfragt – Abnehmen ist keine individuelle Leistung und Dicksein nicht Produkt des eigenen Versagens und Verschuldens also kein Zeugnis weniger Leistungsfähigkeit. „Wenn es mir „gut tut“ dann ist es für alle besser“ – Dabei wird gar nicht definiert was dieses „GUT“ eigentlich heißt. Es beruht auf dem Irrglauben, dass Dünne glücklicher sind als Dicke – dabei können auch Dünne unglücklich und Dicke glücklich sein. Weiters wird nicht berücksichtigt, dass Diskriminierungen es erschweren mit sich glücklich zu sein – insofern würde es auch helfen einfach Dickendiskriminierung zu stoppen. „Jede Dicke muss doch den Wunsch haben abzunehmen – schließlich ist ADIPOSITAS erstens eine epidemische Seuche und zweitens ein Todesurteil.“ Zunächst einmal ist noch kein Ausreichender Beweis dafür erbracht, dass durch das jeweilige Abnehmen das jeweilige Lebensalter erhöht wird – es gibt sogar Studien, die behaupten stark schwankendes Gewicht verkürzt die Lebenserwartung mehr als gleichbleibendes bzw. langsam ansteigendes Gewicht. Soviel zu dem Todesurteil ADIPOSITAS – das selbst bei Studien Menschen mit Adipositas eine durchschnittliche Lebenserwartung von 65 Jahren zu spricht. Aussagen wie Adipositas sei eine Epidemie und ein Todesurteil führen also lediglich zu Ekel und Panik vor dem DICKSEIN und DICKERWERDEN und sollen insofern die Wirtschaft ankurbeln, die sich an Diätprodukten und Übergewichtschirurgie bereichert. Der Druck und der Zwang, der mittels solcher Panik auf Dicke ausgeübt wird, machen krank und dürfen nicht gefördert werden.“

Mitglied der ARGE Dicke Weiber

lose weight?

„Here is where someone is going to say that they’re not debating whether it’s ok if we exist, they’re debating whether or not we should have to lose weight. First of all let’s be clear that nobody can show me a study where more than a tiny fraction of people have successfully lost weight long-term and none of those studies (with weight loss like 2 pounds or 5 pounds over two years) even come CLOSE to showing that my chances of becoming “normal weight” are anything better than lottery odds.  So even if you believe that they are debating my right to not diet (and let’s be clear that I should have a right not to diet) rather than my right to exist, they are still debating whether or not I should have to do something that nobody can prove is a possible.“

Ragen Chastain

Kein Kommentieren mehr

„Als individuelle Entscheidung einer jeden einzelnen bedarf Abnehmen keiner weiteren Anerkennung, Bestätigung oder Beratschlagung anderer. Diese individuelle Entscheidung muss auch nicht öffentlich breitgetreten werden bzw. öffentlich diskutiert, dokumentiert und bewertet werden. Einzig und allein der Umstand das Abnehmen so eine öffentliche Zustimmung erfährt und gesellschaftlich mehr als erwünscht sogar erzwungen wird (durch den Druck auf Dicke sich zum Beispiel einer chirurgischen Maßnahme zu unterziehen) macht es notwendig unsere Einstellung des NICHT-Abnehmen-Wollens ÖFFENTLICH auszubreiten. Hören wir auf eine Körperform zu bevorzugen so gibt es überhaupt keinen Grund für irgendwelche Lobeshymnen auf das Abnehmen. Es gibt dann nicht einmal einen Grund das individuelle Ab- oder Zunehmen zu kommentieren.“

Mitglied der ARGE Dicke Weiber

Thema: Abnehmen

„Uns wird oft unterstellt einzelne Menschen aufgrund ihres Wunsches Abzunehmen zu verurteilen. Doch nur weil der Großteil der Aktivistinnen der ARGE Dicke Weiber beschlossen hat nicht mehr abzunehmen und auch nicht den Wunsch hegt abzunehmen werten wir niemanden ab der für sich beschlossen hat abzunehmen. Abnehmen oder nicht – obliegt der individuellen Entscheidung einer jeden einzelnen.  Wir sprechen uns aber gegen jeden gesellschaftlichen Zwang zum Abnehmen aus – also jede Gehirnwäsche, welche die individuelle Entscheidung zu einer Entscheidung der Allgemeinheit machen möchte. Wir kritisieren die Aufmerksamkeitsheischerei um jedes verlorene Kilo – und die prinzipielle Verpflichtung aller das Ab- bzw. Zunehmen eines anderen zu thematisieren und zu bewerten in Form von Lob bei Abnahme oder Tadel bei Zunahme von Gewicht. Wir hinterfragen warum dicke dazu inspiriert und motiviert werden müssen abzunehmen. Wir nehmen die Zu- oder Abnahme von Gewicht nicht länger für wichtig und erachten solche Beurteilungen für unnötig.“

Mitglied der ARGE Dicke Weiber

Methoden zum Abnehmen?

„Die vielen verschiedenen Methoden zum Abnehmen führen sich selbst ab absurdum. Schließlich wenn auch nur eine davon bei einer Vielzahl von Dicken langfristig Erfolge erzielen würde gäbe es die anderen Methoden nicht. Auf kurze Sicht funktioniert abnehmen (schließlich sind die ersten fünf Kilos meist Wasser innerhalb einer Woche weg, danach wird als zweites Muskelmasse abgebaut und darauf folgt dann der Fettabbau) – der Langzeiterfolg ist lediglich meist eine stärkere Gewichtszulage als das Ausgangsgewicht betrug, Folgeschäden, die kaum erforscht sind – da sie nur Allzu gerne einfach der ‚Adipositas‘ zugerechnet werden – und das Gefühl selbst versagt zu haben.“

Mitglied der ARGE Dicke Weiber

„Das Thema Abnehmen ist für mich menschenfeindlich, frauenfeindlich und dickenfeindlich. Jede Frau darf natürlich für sich selbst wählen was sie machen will und es ist meinerseits kein Aburteilen sondern lediglich eine Feststellung. Jede Frau muss in ihrer Selbstentscheidung bestärkt und nicht beeinflusst werden. Die Missionierung anderer zum Abnehmen ist daher meiner Meinung nach gänzlich abzulehnen. So auch die mediale Aufarbeitung von sogenannten Abnehmtipps.“

Mitglied der ARGE Dicke Weiber

„Wieviel Lust, wieviel Lebensfreude sind wir bereit einzutauschen? Und wogegen eigentlich? Wie gesagt: Abnehmen macht eher krank als gesund, auf Dauer funktioniert es sowieso so gut wie nie und selbst wenn, ist noch nicht einmal ein Mehr an Lebensjahren für Verschlankte nachgewiesen. Wenn es den Begriff der Loose-Loose-Situation noch nicht geben sollte, hierfür würde er zutreffen.“

Udo Pollmer

(Esst endlich Normal! Das Anti-Diät-Buch. Piper Verlag GmbH, München. 4.Auflage März 2011, ungekürzte Taschenbuchausgabe. Seite 260f)

„Was ist SUCHT? Ich gehe heute nicht weg, weil ich essen will – soziale Definition. Doch gehen wir wirklich nicht weg weil wir essen wollen oder wollen wir nur nicht vor anderen essen? Ich gehe nicht raus weil ich vor anderen nicht essen will – ich schäme mich vor anderen zu essen, weil mir unterstellt wird ein Vielfraß zu sein und ich will kein Vielfraß sein. – Also soziale Ausgrenzung und Beschämung sind die Ursache warum ich nicht raus gehe, nicht das Essen selbst.“

Mitglied der ARGE Dicke Weiber