Dick unter dem Regenbogen

geschrieben von Christine

Zum ersten Mal seit Bestehen der ARGE Dicke Weiber konnte ich heuer nicht an der Regenbogenparade teilnehmen. Darum habe ich beschlossen, meine Eindrücke und Erfahrungen der letzten Jahre aufzuschreiben.

ARGEdickeWeiberRegenbogenJedes Jahr warf ich mich in mein Paradenoutfit (siehe Foto), um sowohl für mich selbst, als auch im Namen der ARGE Sichtbar zu sein. Ich muss zugeben, dass es mich manchmal etwas Überwindung kostete, vor Allem bei Regen oder großer Hitze, oder auch nur wegen allgemeiner Unmotiviertheit.

Trotzdem packte ich mich immer wieder zusammen, um an dem bunten Umzug teilzunehmen. Und jedes Jahr war ich froh darüber und schier überwältigt von den Reaktionen sowohl der TeilnehmerInnen als auch der Menschen, die vom Straßenrand aus zuschauten.

„Daumen hoch“, Winken und „Bussi schicken“ von den Leuten auf den Wägen waren noch das Mindeste. Fremde kamen auf mich zu, um mich zu umarmen, immer wieder wurde mir gesagt, wie schön und wichtig meine Botschaft wäre (auf einer Seite meiner Tafel steht „Jeder Körper ist ein guter Körper“ und auf der anderen „100% Diätfrei“) und wie toll ich überhaupt wäre. Stellenweise konnte ich kaum einen Schritt machen, ohne von FotografInnen umringt zu sein, die alle ein Bild von mir, oder auch mit mir machen wollten. Ich kam mir wirklich vor, wie eine Diva.

Natürlich hat das Alles auch eine sehr positive Wirkung für mein Selbstwertgefühl und meine Körperakzeptanz, aber es hat mir auch immer wieder gezeigt, wie wichtig unsere Arbeit ist, und wie wichtig es ist, dass wir hinausgehen und von vielen Menschen gesehen werden.

Heuer konnte ich, wie gesagt, aus Termingründen nicht an der Regenbogenparade teilnehmen, aber ich freue mich schon auf nächstes Jahr und vielleicht sind wir ja dann eine größere Gruppe ARGEr Dicker Weiber. Das wäre sehr schön.

Eine kurze Anmerkung zum Foto: Ich weiß nicht, wer es gemacht hat,es ist bei einem Beitrag über den Antidiättag in einem kleinen Blog aufgetaucht (Danke Ruth, für den Hinweis). Ich habe keine Ahnung, wo die Bloggerin es her hat und habe nach einigem Überlegen auch beschlossen, nicht nachzufragen. Ich erlaube hiermit Allen, das Foto in einem RESPEKTVOLLEN Zusammenhang zu verwenden.

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