Keine Beschränkungen mehr!

„Die Rollen, die wir einnehmen, dürfen uns nicht länger beschränken und überfordern. So darf zum Beispiel: eine gute Mutter sein nicht zur Ausbeutung meines Körpers führen – zu Schuldzuweisungen wenn mein Körper müde und erschöpft ist, wenn er nach einem anstrengenden Tag nicht noch zum Spielplatz gehen möchte. Oder auch eine gute Freundin sein darf nicht heißen: Schuldgefühle zu bekommen, wenn man mal einen geplanten Besuch absagen muss um sich auszuruhen. Wir gönnen unseren lebenswichtigen Körpern oft nicht genug Ruhe und Erholung – weil wir glauben etwas tun zu müssen um unsere Rollen auch ja gut erfüllen zu können. Wir gestehen uns nicht zu krank zu sein, müde oder erschöpft zu sein, denn wir müssen dieses und jenes tun damit wir unsere Pflichten anderen gegenüber erfüllen und sie nicht von uns enttäuscht sind, damit wir den Anforderungen an uns auch gerecht werden können. Und wir schämen uns viel zu sehr dafür uns einzugestehen, dass wir eben nicht mehr können – das wir müde sind, krank sind, erschöpft sind und Zeit für uns brauchen. Ich nehme mir jetzt die Zeit für mich. Mein Körper braucht das. Wenn ich dadurch keine gute Freundin bin, keine gute Mutter, keine gute Tochter, keine gute Schwester, keine was auch immer – dann ist es eben so.“

Mitglied der ARGE Dicke Weiber

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