keuchen

„Laut zu atmen, überhaupt Geräusche von sich zu geben, ist ungewohnt und braucht Überwindung. Zu keuchen und zu hecheln. Zu erlauben, dass mich jemand auch hört und nicht ständig Rücksicht zu nehmen auf das Denken anderer, auf ihre Vorstellung von mir, das ist eine Befreiung. Mit jedem lauten keuchen komme ich zu mir, ich mache es bewusst – nicht heimlich, schäme mich nicht dafür laut zu atmen – ich muss es nicht verstecken. Ich darf endlich laut sein, darf laut atmen, darf keuchen und nach Luft schnappen soviel ich will. Ich muss nicht die Luft anhalten, mich nicht klein und unsichtbar machen. Ich töne und atme laut und kräftig und keuche und stöhne und es ist so befreiend. Wie oft habe ich die Luft angehalten und mir selbst damit die Kraft geraubt, den Raum geraubt. Erst jetzt merke ich was ich mir alles verboten habe und wieviel ich mir dadurch selbst geraubt habe. Es brauchte erst einen sicheren Raum um mir das bewusst zu machen,  um mir den Mut zu geben auch laut zu sein – auch keuchen zu dürfen.“

Mitglied der ARGE Dicke Weiber

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