Wie wünschen wir uns:

dass mit Dicken im Gesundheitsbereich umgegangen wird?

Zunächst sollte die Grundvoraussetzung einer Behandlung geschaffen werden indem passendes Mobiliar in Arztpraxen, Krankenhäusern etc., welches auch das Gewicht aushält, zur Verfügung gestellt wird. Dazu zählen Wartesessel, Behandlungstische, Blutdruckmanschetten, etc.

Ärzte/Ärztinnen müssen die Würde und den Respekt ihrer Patientinnen wahren. Eine Verurteilung von Dicken wie sie derzeit von viel zu vielen Ärzten/Ärztinnen betrieben wird, sowie die Verachtung mit der einige Ärzte/Ärztinnen Dicke „behandeln“ ist strikt abzulehnen. Bei jedem Arztbesuch darauf hingewiesen zu werden wie „gefährlich“ und „tödlich“ das Dicksein ist schürt lediglich Todesangst und ist keinesfalls hilfreich. Die Bezeichnung „Übergewicht“ oder „Adipositas“ – die Dicksein prinzipiell zur Krankheit abstuft – beraubt jeglicher Würde. Der prinzipielle Zwang abnehmen zu müssen und die Angstkampagne sind menschenverachtend. Andere Menschen zu diskriminieren und herabzusetzen um sie dazu zu bringen abzunehmen weil man angeblich so besorgt um ihre Gesundheit ist – ist Machtmissbrauch und Gewalt.

Um eine Aussage machen zu können inwiefern Dicksein sich auf die Gesundheit auswirkt bräuchte es eine Kontrollgruppe Dicker, die noch nie dem Schlankheitsterror und dem Diätwahn ausgesetzt waren. Es ist nicht bewiesen, dass Maßnahmen zum Abnehmen zu medizinischen Vorteilen für die Gesundheit, Lebensqualität und Lebensverlängerung führen. Dick zu sein und dick zu bleiben hindert nicht daran sich selbstständig um die eigene Gesundheit zu kümmern und gesund zu sein.

Die Einstellung der Ärzte/Ärztinnen zum Dicksein ist gefährlich, denn sie vermag Dicke davon abzuhalten zum Arzt/Ärztin zu gehen. Dicke verlangen von Medizinern/Medizinerinnen menschenwürdig „behandelt“ zu werden und das auch bei einem Leiden, dass möglicherweise durch ihr Gewicht verursacht wurde. Sie brauchen keine Schuldzuweisung oder Ermahnung zum Abnehmen. Ärzte/Ärztinnen haben die Selbstbestimmung des Menschen zu wahren. Frau darf auch dick ihr Leben leben. Sie darf sich auch gegen gesundheitliche Maßnahmen entscheiden und sie darf vor allem selbstbestimmen ob sie mit dem Arzt über ihr Dicksein sprechen möchte oder nicht.

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