Dickenfreundliche ÄrztInnen gesucht!

Wir erstellen eine Empfehlungsliste

Aeskulapstab

Äskulapstab

In der Medizin gehört Dickenhass zum fixen Bestandteil der Ausbildung und Diskriminierung – nicht nur aufgrund des Geschlechts, sondern auch aufgrund des Gewichts – stellt die Norm dar. Aus diesem Grund gehen viele dicke Frauen äußerst ungern zur Ärztin oder zum Arzt oder vermeiden ärztliche Untersuchungen generell. Das ist gut für die Psychohygiene, denn respektlose Behandlungen und Standpauken zu Diäten, Abnehmpillen und Übergewichtschirurgie sind definitiv gesundheitsgefährdend, es kann aber auch dazu führen, dass schwere Krankheiten mitunter erst viel zu spät erkannt werden.

Wir finden das muss aufhören! Dicke Frauen haben ein Recht auf gute und unvoreingenommene medizinische Versorgung. Daher möchten wir eine Liste dickenfreundlicher Ärztinnen und Ärzte in Österreich zusammenstellen.

Was erwarten wir von einer dickenfreundlichen Ärztin oder Arzt?

  1. Unterstützung des Health at Every Size Konzeptes (Gesundheit mit jedem Gewicht)
    Das heißt, das Ziel medizinischer Versorgung ist die allgemeine Gesundheit und das allgemeine Wohlbefinden, nicht der Gewichtsverlust. Denn Gesundheit und Körpergewicht hängen nicht miteinander zusammen.
  2. Keine Verschreibung von Diäten und Medikamenten zur Gewichtsreduktion
  3. Ablehnung von Übergewichtschirurgie
  4. Dickenfreundlich ausgestattete Ordination
    z.B. große oder größenvariable Stühle, Betten, Blutdruckmanschetten usw.

Du kennst dickenfreundliche ÄrztInnen?

Dann nenne uns doch bitte Name und Praxisadresse mit einer kurzen Begründung, warum du sie empfehlen kannst. Entweder per Email oder hier als Kommentar.

Vielen Dank für deine Mithilfe!

6 Gedanken zu “Dickenfreundliche ÄrztInnen gesucht!

  1. Sehr verständnisvoll (und selbst mollig) ist Dr.a Sigrid Hochreiter, praktische Ärztin, arbeitet allerdings bei Sowhat – Zentrum für Esstörungen. Ich nehme an, Sie würde nicht gegen Dickenpositivität kämpfen oder Abnehm-Druck machen. Ihr Umfeld ist allerdings trotzdem das von Ess“störungen“.

    • muss ich wieder revidieren. ich bin zwar wirklich sehr zufrieden mit ihr. aber sie ist definitiv auf der diätologischen seite und sieht dicksein als gesundheitsrisiko (oder eher todesgefahr). auch wenn ich trotzdem mit ihr zufrieden bin. als parade-beispiel kann ich sie hier nicht anführen.

  2. also ich war bei dr.a judith binder (gynäkologin) http://www.trotula.at/judith-binder, die zwar wahlärztin ist, aber nicht so teuer. als studentin habe ich 45€ bezahlt (inkl.ultraschall).
    sie ist total angenehm und hat mein gewicht in keinster weise erwähnt, wobei ich gynäkologisch ziemliche probleme habe, die auf mein gewicht geschoben werden könnten. statt dessen war sie total offen wofür ich mich interessiere und hat mir ein paar sachen empfohlen, dabei auch luna yoga. kein kommentar dazu, dass ich dadurch vielleicht auch abnehmen könnte oder dass ich es eventuell nicht packen könnte aufgrund meines gewichtes.
    ich war erst 1x bei ihr, aber ich hab mich rundum wohl gefühlt. es war einfach nichts künstliches dabei, weder positiv aufs dick sein, noch negativ. und das war wirklich sehr angenehm!

  3. Ich kann diesen Shiatsu-Masseur herzlich empfehlen: http://www.buddhas-bauch.at. Er ist selber ein bisschen mollig und ein angenehmer und ruhiger Typ der zum Ankommen immer erstmal ein Glas Wasser anbietet.
    Shiatsu wird im bequemen Gewand ausgeübt, was ich persönlich seehr angenehm finde, weil ich mich ungern ausziehe…
    Über eine Freundin weiß ich, dass er sich mit HAES beschäftigt, wobei bei den Behandlungen selber das Gewicht für ihn keine Rolle zu spielen scheint – er gibt einem nicht den Eindruck dass mit dem Körper was nicht stimmt.

    Er ist zwar kein Arzt, aber Shiatsu war mir schon bei allen möglichen Beschwerden hilfreich, sei es Rücken- oder Gelenksschmerzen, oder einfach nur Verspannungen. Außerdem hat er mir eine Zyste an der Gebärmutter weg massiert… 🙂

    Dicke Empfehlung von meiner Seite.

  4. Vielleicht liegt es ja nicht am Hass auf Dicke, sondern daran, dass sehr Körpergewicht nun mal ein Risikofaktor für Herz-Kreislauf-Erkrankungen und anderen Krankheiten darstellt.

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