dieStandard: »Angst vor Armut wird in Form von Körperfett bekämpft«

dieStandard / Interview / Birgit Tombor / 4. September 2011

»ANGST VOR ARMUT WIRD IN FORM VON KÖRPERFETT BEKÄMPFT«

Stephanie von Liebenstein von der Gesellschaft gegen Gewichtsdiskriminierung über die alltägliche Ausgrenzung von Dicken, Abgrenzungsmechanismen der Mittelschicht und »Quotendicke«

Dicke Menschen müssen Tag für Tag mit Vorurteilen leben: Irgendwie, so die allgemeine Zuschreibung, stimmt mit ihnen etwas nicht. Die müssen ein Problem haben, und mehr noch: Sie sind selber eines und selbst schuld daran. Stephanie von Liebenstein ist selber dick und lässt die negativen Gedankenketten, die sich um dicke Körper wickeln, nicht gelten. In ihrem Verein »Gesellschaft gegen Gewichtsdiskriminierung« (GgG) geht sie gemeinsam mit vielen anderen deutschen DickenaktivistInnen das Thema von wissenschaftlicher und gesellschaftspolitischer Seite an und versucht über Pressearbeit, Einmischung in aktuelle Diskurse und Vernetzung mit anderen dickenfreundlichen Organisationen den Blick auf Dicke zu verändern. Birgit Tombor sprach mit ihr über die Problematik des Dicken-Bashings, Formen der Diskriminierung und warum es »Quotendicke« braucht.

Zum Interview:
http://diestandard.at/1313025461186/Gewichtsdiskriminierung-Angst-vor-Armut-wird-in-Form-von-Koerperfett-bekaempft

ARGE Dicke Weiber Kommentar:

Liebe dieStandard-Redakteurinnen,

Obwohl dieses Interview wirklich gut und lesenswert ist, zeigt das Freischalten einiger Kommentare doch, dass es in der Redaktion mit gelebter Dickenfreundlichkeit nicht weit her sein kann!

Ersetzt doch bei den Kommentaren einfach mal »dicke Frau« mit »schwarze Frau« oder »vergewaltigte Frau« oder »Jüdin«, vielleicht bekommt ihr dann ein Gefühl für Dickenfeindlichkeit.

Deshalb gibt es von uns eine Warnung an Leserinnen:
Das Lesen der Artikel-Kommentare kann eure Gesundheit gefährden und insbesondere dicke Frauen triggern!

Nachtrag vom 7.9.2011:
Heute hat dieStandard-Redaktion etwa 100 der hasserfülltesten Postings gelöscht. Wir bedanken uns dafür, lassen aber unsere Warnung nach wie vor aufrecht!

Ein Gedanke zu “dieStandard: »Angst vor Armut wird in Form von Körperfett bekämpft«

  1. Es ist einfach schrecklich! Soeben habe ich mein zweites Hometrainer (Zimmerfahrrad)-Training an diesem Tag gemacht! Pro Tag vierzig Minuten! Heute sogar achtzig! Durchschnittliche Pulszahl 125! Ich esse gerade so viel, dass ich satt bin, vorzugsweise Gemüse, und habe zweiundachtzig Kilo! Ich will all diese Gemeinheiten über die Dicken gar nicht mehr lesen, die Leute wollen nur über die Dicken schimpfen und einfach nicht wissen, wie es wirklich ist!

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