Schlagwort-Archiv: Körperpolitik

Nächstes Treffen: 24. Mai 2013

21 Mai

ARGE Dicke Weiber LogoARGE DICKE WEIBER
Feministische Initiative dicker Frauen gegen Gewichtsdiskriminierung und Schlankheitsterror – für Vielfalt und positive Selbstbilder

Die ARGE Dicke Weiber trifft sich jeden 2. und 4. Freitag des Monats im Frauenzentrum Wien. Jede dicke Frau ist herzlich eingeladen bei uns mitzumachen oder einfach mal unverbindlich vorbeizuschauen.

Wir tauschen uns über persönliche Erfahrungen aus, setzen uns politisch mit dem Thema auseinander und entwickeln gemeinsam kreative
Widerstandsstrategien.

Nächstes Treffen:

Wann: Freitag, 24.05.2013, 17 Uhr

Wo: FZ-Bar, Währinger Straße 59 – Eingang Prechtlgasse, 1090 Wien

Um Anmeldung per Email wird gebeten.

Wer schön sein will, muss reisen von Tine Wittler

9 Apr

Eine Buchrezension von Christine Abdel Maguid-Fiedler

Wer schön sein will, muss reisen von Tine Wittler
Eigentlich will Tine Wittler nur einen Roman über die Erlebnisse einer dicken Frau in Mauretanien schreiben, doch dann beschließt sie selber in das Land zu fahren, in dem dicke Frauen als schön gelten. In Tagebuchform schildert sie ihre Reise ins Land der runden Frauen von den ersten Planungsstadien bis zur Rückkehr in ihre Heimat.

In den ersten Kapiteln werden die Reisevorbereitungen beschrieben, die durch Bürokratie und die politischen Unruhen in Nordafrika 2011 (Revolten in Ägypten und Marokko) erschwert werden. Immer wieder stellt sie den Schönheitsbegriff vor allem in Europa in Frage, da sie als dicke Fernsehmoderatorin immer wieder angefeindet wird. In Mauretanien angekommen macht Tine Wittler zum ersten Mal die für sie überwältigende Erfahrung als schön wahrgenommen zu werden. Sie schließt schnell Freundschaft mit einheimischen Frauen. Zwischen den Frauen gibt es kein Konkurrenzdenken, jede dicke Frau gilt als schön.

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Dicke leben länger

4 Apr

Für die aktuelle Ausgabe der Studierendenzeitung TÓDOS schrieb Sarah Reisenbauer einen Artikel zum Thema Diskriminierung von dicken Menschen. Dabei hat sie auch der ARGE Dicke Weiber ein paar Fragen gestellt. Hier der Text in voller Länge.

DICKE LEBEN LÄNGER

Während der U-Bahnfahrt lese ich in der Zeitung: »Übergewichtige leben länger« 1 - durch eine Metastudie in den USA hat sich herausgestellt, dass Personen mit mehr 2 als dem sogenannten Normalgewicht im Schnitt länger als diese leben. Das Sterblichkeitsrisiko ist zwar nicht viel, aber doch um ganze 5-6% niedriger als bei den »Normalgewichtigen«. Das widerspricht dem gängigen und tief verankerten Vorurteil, jegliches Dicksein an sich sei schon etwas sehr ungesundes.
von Sarah

Der standardisierte Mensch

Was soll denn Übergewicht nun genau sein? Das Wort wird geradezu inflationär verwendet, wenn jemand die Meinung ausdrücken möchte, eine Person sei in ihren* oder seinen* Augen zu dick. Aus dem Begriff Übergewicht folgt, dass es ein normales Gewicht als Gegenpart gibt. Es wird wohl auch so sein, dass jede Person irgendwo einen für sie gesunden Gewichtsbereich hat. Nun wird dieser Bereich aber nicht für jede Person individuell festgelegt, sondern es werden ein paar standardisierte Berechnungsmethoden angewandt, die sich nur auf wenige Messwerte stützen und daher niemals individuell sein können.

Eine solche Messgröße ist der Body Mass Index (BMI), der sich nur auf Körpergröße und Masse (Gewicht) bezieht. Eine durchtrainierte Gewichtheberin* oder ein Kugelstoßer*, die beide viel Muskelmasse besitzen, hätten laut ihrem BMI das, was mit Übergewicht bezeichnet wird. Trotzdem ist in vielen Köpfen, in der Wissenschaft und Medizin, der BMI als starre Gewichtsnorm verankert. Zum Problem wird die BMI-Rechnerei meiner Meinung nach dann, wenn Personen versuchen anhand ihres BMIs zu erfahren, ob sie in die Kategorie Normalgewicht fallen und falls sie nicht in dieser Kategorie sind, sich aufgrund dieses Wertes extrem unwohl fühlen. Obwohl mit ihrem Körper vielleicht alles in bester Ordnung ist.

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Frauendemonstration 8. März 2013

27 Feb

8. März ist Internationaler Frauentag und autonome Feministinnen rufen zur Frauendemonstration in Wien auf.

Frauendemo 08. März 2013

  • Für die Selbstbestimmung von Frauen
  • Für freie Abtreibungsmöglichkeiten – Abtreibung raus aus dem Strafgesetz!
  • Gegen Vergewaltigung und Frauenmord – Kampf dem Sexismus an jedem Ort!
  • Solidarität mit den Flüchtlingsprotesten und für einen gemeinsamen Kampf gegen Rassismus.
  • Keine Beteiligung an imperialistischer Kriegsführung – Bundesheer & Militär weltweit abschaffen!
  • Der Kampf um Frauenbefreiung ist international

Die ARGE Dicke Weiber beteiligt sich an dieser Frauendemo und alle Frauen sind eingeladen, sich uns anzuschließen!

FrauenLesbenMädchenDemonstration 8. März 2013
Treffpunkt: 17 Uhr, Quellenstraße/Favoritenstraße, 1100 Wien

Mehr Infos: www.feministischewoche.at

Achtung: Unser nächstes reguläres ARGE Dicke Weiber Treffen findet am 22. März 2013 um 17 Uhr in der FZ-Bar statt! Von und für dicke Frauen.

Ein Interview mit drei »ARGEN Dicken Weibern«

2 Jan

Die aktuelle Ausgabe von Progress, das Magazin der Österreichischen HochschülerInnenschaft, beschäftigt sich unter anderem mit dem Thema Schönheitsideale. Martina Madner hat darin ein Interview mit der ARGE Dicke Weiber geführt. Es trägt den Titel »Sich selbst lieben lernen« und kann online nachgelesen und kommentiert werden.

Foto Progress

Foto: Linnéa Jänen

http://progress-online.at/artikel/sich-selbst-lieben-lernen

Dicksein ist nichts Schlechtes, sondern Teil der Vielfalt.

19 Nov

Die ARGE Dicke Weiber Standpunkte in vier Sprachen

Im Laufe der drei Jahre, die es die ARGE Dicke Weiber nun gibt, haben wir in der Gruppe acht Standpunkte entwickelt, die wir als notwendig erachten, um Frieden mit dem eigenen Körper zu schließen und den Schlankheitsterror zu beenden.

ARGE Dicke Weiber Logo

  • Dicksein ist nichts Schlechtes, sondern Teil der Vielfalt.
  • Jeder Körper ist ein guter Körper.
  • Es gibt bis heute keine langfristig funktionierende Methode um abzunehmen.
  • Gewicht und Essen hängen nicht miteinander zusammen.
  • Gewicht und Bewegung hängen nicht miteinander zusammen.
  • Gewicht und Gesundheit hängen nicht miteinander zusammen.
  • Wir lehnen Übergewichtschirurgie ab.
  • Wir lehnen Diäten ab.

Hab Spaß an deinem Leben, deinem Körper und lass dich nicht einschränken!

Wir haben daraus nun ein Flugblatt gestaltet. Es kann in Deutsch, Serbisch, Türkisch und Englisch ausgedruckt und verbreitet werden. Wir freuen uns, wenn ihr davon großzügig Gebrauch macht.

Flugblatt zum Ausdrucken (2 Flyer pro A4 Seite)

Icon Acrobat Deutsch

Icon Acrobat Srpski

Icon Acrobat Türkçe

Icon Acrobat English

ARGE Dicke Weiber
Feministische Initiative dicker Frauen
Treffen: jeden 2. + 4. Freitag des Monats, 17:00, FZ-Bar, Wien
argedickeweiber.wordpress.com
facebook.com/argedickeweiber
youtube.com/user/argedickeweiber

Nicht schlank durch Bewegung – Eine Antwort

23 Sep

Eigentlich wollten wir »nur« auf den Kommentar von Kobolkatze reagieren, aber wir finden, Malenas Antwort ist einen eigenen Blogbeitrag wert.

Liebe Koboldkatze,

wie viele andere auch, hälst du die durch die Medien verbreiteten Halbwahrheiten über den Zusammenhang von Gewicht, Essen, Bewegung und Gesundheit für empirisch einwandfrei bewiesene Tatsachen – hier muss ich dich leider enttäuschen: wissenschaftlich einwandfrei bewiesen ist nichts davon. Genaueres kannst du gerne in folgenden Büchern nachlesen:

Weiters stützen wir unsere Aussagen auch auf eigene Erfahrungen: So erzählt Magda von der ARGE Dicke Weiber zum Beispiel immer Folgendes:

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Eine Kritik und unsere Antwort

15 Mai

Die ARGE Dicke Weiber bekommt auch nicht so nette Emails. Eines zum Thema größenvariables Sitzmobiliar wollen wir hier veröffentlichen und gleichzeitig dazu Stellung nehmen.

Sehr geehrte ARGE Dicke Weiber,

Ihre Anliegen sind mir erstmals in einem Fernsehbericht aufgefallen, eine ihrer Aktivistinnen, Christine Abdel Maguid-Fiedler sagte dort angesprochen auf Orte der Diskriminierung: »In der Straßenbahn wo teilweise die Sitze zu eng sind […]«. Sie haben dazu die Forderung aufgestellt, dass nicht nur in öffentlichen Einrichtungen sondern auch bei Privatbetreibern wie Theater oder Kinos größenvariables Sitzmobiliar aufgestellt werden soll.

Vielleicht sagen ihnen Organisationen wie ISO, IEC oder DIN etwas, es sind diese Normenorganisationen, die Standards und Normen erlassen. Normen findet man so gut wie überall im Alltag: Die Höhe einer Treppe ist genormt, die Größe eines Blatt Papier ist genormt, in der IT, Elektronik und der Medizin sind viele Schnittstellen weltweit gleich. Ziel von Normen ist primär die kostengünstige (massenhafte) Beschaffung der Materialien sowie eine Erleichterung des Lebens durch Einheitlichkeit.

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Occupy Patriarchy! Zeltstadt der Frauen

7 Mai

Zeltstadt der Frauen

Die ARGE Dicke Weiber lädt am kommenden Samstag zu einer Diskussionsrunde im Rahmen der Zeltstadt der Frauen auf der Wiener Ringstraße.

Samstag, 12. Mai 2012, 14 Uhr

Schlankheitsterror und Gewichtsdiskriminierung
Eine Diskussionsrunde mit Aktivistinnen der ARGE Dicke Weiber

Der Schlankheitsterror ist unerträglich geworden! Schlank zu sein bedeutet heutzutage nicht mehr nur einem Schönheitsideal zu entsprechen, sondern es gilt auch als Grundvoraussetzung für die eigene Gesundheit – sowohl die körperliche als auch die psychische. Daraus folgt, dass dicke Körperformen immer mehr pathologisiert und ganz bewusst stigmatisiert werden. Welche Auswirkungen diese Körpernormierung inbesondere auf Frauen hat, unter welchen Lebensbedingungen dicke Frauen leben müssen und was jede Frau dagegen tun kann, darüber wollen wir diskutieren.

- women only -

Die ARGE Dicke Weiber ist voraussichtlich in der Nähe des Rathauses zu finden – durchgehend von 12 – 18 Uhr. Das genaue Programm gibt es ab 10.5. auf www.20000frauen.at

Wir freuen uns auf eure Besuche!
die ARGE(n) Dicke(n) Weiber

»Dick« ist kein Schimpfwort

3 Mai

Tagung der Gesellschaft gegen Gewichtsdiskriminierung anlässlich des Internationalen Anti-Diät-Tags 2012

Pressemitteilung: Berlin, den 2. Mai 2012

Gesellschaft gegen Gewichtsdiskriminierung Tagung

Begrüßung durch die Vorsitzende Stephanie von Liebenstein

»’Dick’ ist kein Schimpfwort« – unter diesem Motto stand die diesjährige Tagung der Gesellschaft gegen Gewichtsdiskriminierung. ExpertInnen verschiedener Fachrichtungen, Interessierte und Vereinsmitglieder trafen sich am 28. April 2012 in der Hauptstadt, um über die Folgen der Diskriminierung von dicken Menschen für die Gesellschaft und den Einzelnen zu diskutieren. Anlass war der Internationale Anti-Diät-Tag am 6. Mai. Dieser will ein Zeichen setzen gegen den Schlankheitswahn und wirbt für die Würdigung der Vielfalt von natürlichen Gewichtsunterschieden.

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